Was ist SIB?

  • SIB ist ein bewegungspädagogisches Konzept mit therapeutischen Auswirkungen. Sie ist eine wirkungsvolle Methode der Gesundheitsvorsorge, die den neuesten Erkenntnissen über körperlich-seelische Lernvorgänge entspricht. 
  • SIB schult das Bewusstsein für den Zusammenhang von Bewegungen des Körpers und Seelenbewegungen. 
  • SIB geht davon aus, dass wir Menschen über das Bewusst werden von Bewegung die Qualität unseres Lebens wesentlich verändern und verbessern können.
  • SIB macht erfahrbar, wie Denken, Fühlen, Bewegen und Handeln zusammenspielen, um den Weg von Schmerz und Einschränkung zu größtmöglicher Bewegungsfreiheit zu weisen

Ursprung  von SIB

SIB führt Wissen und Praxis aus der Feldenkrais Methode® mit lösungsorientierten und systemisch-therapeutischen Verfahren zusammen. Die von Univ.Prof. Alon Talmi entwickelten und speziell wirksamen Berührungslektionen bilden die Grundlage dieser Arbeit.

Dr. Nurit Sommer und Gudrun Schreiner entwickelten daraus SIB in ihren jetzigen Qualitäten und den systemischen Arbeitsweisen.

SIB orientiert sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen von Neurobiologie, Neurophysiologie und Systemtheorie. Diese Wissenschaften bestätigen, dass ein gutes Zusammenspiel von bewusstem Bewegen, empfindendem Fühlen, Denken und Handeln eine wesentliche Voraussetzung für Gesundheit und Heilung ist. Mit diesen Wechselwirkungen und deren Verbesserungen arbeitet SIB. 

Das  lösungsorientierte  Gespräch

dient zur Abklärung von Zielen und dem Entwickeln von neuen Sichtweisen sowie der Integration der Erfahrungen aus der Berührungsarbeit.

In nicht-bewertender Grundhaltung wird in der SIB auf die komplexen Lebens- und Seelenbewegungen unserer KlientInnen reagiert. Wir nutzen die Sprache, um aus eingeschränkten Sichtweisen zu neuen Blickwinkeln zu begleiten. Persönliche Ressourcen werden gestärkt mit Hilfe von wohlwollenden, manchmal querdenkerischen, paradoxen Interventionen.

In der Systemischen und Integrativen Bewegungslehre® sehen wir Symptome oft auch als Ausdruck von vielschichtigen Suchbewegungen der Seele. Wir sehen einen heilsamen Prozess eher als zirkulären denn als linearen Prozess an. Daher sei darauf hingewiesen, dass Symptome nie nur „wegbehandelt“ werden. Vielmehr wird neben der Arbeit mit den Händen am Körper auch in Gesprächen versucht, gemeinsam mit KlientInnen zu entschlüsseln, welche Hinweise die Symptome auf not-wendige Veränderungsschritte geben. Auf diese Weise wird es möglich, nicht nur ineffiziente, schädliche Bewegungsmuster zu unterbrechen. 

Die Interventionen auf sprachlicher Ebene unterstützen KlientInnen auch in der Bewusstwerdung von Familienmustern, die ihre Lebensführung beeinflussen und vielleicht zu Schmerzzuständen geführt haben. SIB anzuwenden bedeutet immer einen integralen Prozess.

(TEXT: ISIB, Institut für Systemische und Integrative Bewegungslehre)