Das  lösungsorientierte  Gespräch

dient zur Abklärung von Zielen und dem Entwickeln von neuen Sichtweisen sowie der Integration der Erfahrungen aus der Berührungsarbeit. In nicht-bewertender Grundhaltung wird in der SIB auf die komplexen Lebens- und Seelenbewegungen unserer KlientInnen reagiert. Wir nutzen die Sprache, um aus eingeschränkten Sichtweisen zu neuen Blickwinkeln zu begleiten. Persönliche Ressourcen werden gestärkt mit Hilfe von wohlwollenden, manchmal querdenkerischen, paradoxen Interventionen.

In SIB sehen wir Symptome oft auch als Ausdruck von vielschichtigen Suchbewegungen der Seele. Wir sehen einen heilsamen Prozess eher als zirkulären denn als linearen Prozess an. Daher sei darauf hingewiesen, dass Symptome nie nur „wegbehandelt“ werden. Vielmehr wird neben der Arbeit mit den Händen am Körper auch in Gesprächen versucht, gemeinsam mit KlientInnen zu entschlüsseln, welche Hinweise die Symptome auf not-wendige Veränderungsschritte geben. Auf diese Weise wird es möglich, nicht nur ineffiziente, schädliche Bewegungsmuster zu unterbrechen. 

Die Interventionen auf sprachlicher Ebene unterstützen KlientInnen auch in der Bewusstwerdung von Familienmustern, die ihre Lebensführung beeinflussen und vielleicht zu Schmerzzuständen geführt haben. SIB anzuwenden bedeutet immer einen integralen Prozess.

(TEXT: ISIB, Institut für Systemische und Integrative Bewegungslehre)